Persönliches

 

 

 

 

 

Am Anfang meiner Ausbildung zum Konzertpianisten fiel es mir nicht leicht, auch nur ein paar Töne hintereinander so zum Klingen zu bringen, dass sie meiner Vorstellungskraft entsprachen.

 

 

 

Wie sich mit der Zeit herausstellte, lag die Lösung zum einen in mir - der Sensibilisierung meines Bewegungsapparates und meines musikalischen Fühlens - zum anderen aber auch in meinem Instrument (immerhin ein fabrikneuer Steinway A).

 

So fing ich an, mich in das Instrument hineinzudenken, die Mechanik durchzumessen, auseinander zu bauen, zu verändern. Ich begann zu begreifen, welche Wechselwirkungen zwischen Spielgefühl, Intonation, Raumakustik und mechanischen Komponenten wie Tastenmasse, Hebelverhältnissen und vielen Einstellmöglichkeiten in der Mechanik bestehen.

 

Das war autodidaktisch etwas mühsam, aber insofern vorteilhaft, als ich die Sinnhaftigkeit eines jeden Schrittes immer aus dem Blickwinkel eines Pianisten prüfen konnte.

 

Wenig später begann meine Zusammenarbeit mit Krystian Zimerman. Wer ihn kennt, weiß um seine Kompromisslosigkeit, was Flügel, Musik angeht, und um die Energie und Zeit, die er aufbringt, um mitunter geniale Verbesserungen zu finden. Ich weiß nicht, wie viele Tage und Nächte wir im Laufe der vielen Jahre damit verbracht haben, seine Instrumente zu optimieren. Oft habe ich seine Flügel für die Tourneen vorbereitet, später bin ich schließlich für einige Jahre mit auf Reisen gegangen und habe seine Instrumente exklusiv auf den Konzertreisen in Europa, Asien und den USA betreut.

 

In meinem „Parallelleben“ spiele ich selber Konzerte sowohl mit klassischer Musik als auch mit Jazz. Wenn Sie mal hören mögen: radmacher-geschwind.de